Dispositionskredit

Kontoüberziehung / Dispositionskredit

Manchmal können unvorhergesehne Ereignisse dazu führen, dass man vorübergehend sein Konto überzieht und ins Minus rutscht. Gerade zum Ende des Monats kann dies passieren.
Weist das Konto nicht die entsprechende Deckung auf können Überweisungen nicht ausgeführt werden. Und Abbuchungen, die per Einzugsermächtigung oder Lastschrift normalerweise ausgeführt werden können nicht bezahlt werden.
Zum einen entstehen in diesem Fall zusätzliche Gebühren für den Kontoinhaber. Manche Unternehmen “betrafen” die Nichtausführung mit der Sperrung von einem Service.
Beispiele dafür wären Telefonanschluss oder Internetanschluss. Das ist in der regel noch viel ärgerlicher als ein paar Euro Bearbeitungsgebühr.

Abhilfe kann ein Dispositionskredit schaffen. Bis zu einer mit der Bank vereinbarten Kreditlinie kann der Kontoinhaber sein Girokonto überziehen. Bei der Höhe der Kreditlinie spielen die regelmäßigen monatlichen Einnahmen (Gehalt, Rente) eine wesentliche Rolle. Meist wird eine Kreditlinie gewährt, die dem zwei- bis dreifachen des Nettogehalts entspricht.

Natürlich ist die Nutzung des Dispositionskredites nicht kostenlos. Die Bank berechnet dafür Zinsen. Jedoch nur für den Betrag, um den das Konto überzogen wurde.
Meist betragen die Zinsen für die Nutzung des Dispositionskredites 10-16% p.a.
(per anno = pro Jahr). Wenn man auch dieses Limit ausgereizt hat ist eine weitere Überziehung mit der Bank anzusprechen. Der Überziehungszinssatz der dann berechnet wird liegt noch 3-6% über dem Dispositionszinssatz.

Für den Kunden besteht kein Anrecht auf die Gewährung einer solchen Kreditlinie. Außerdem kann sie jederzeit von beiden Seiten gekündigt werden.
Kreditinstitute passen die Kreditlinie an bzw. kündigen diese, wenn es zu deutlichen Veränderungen der Zahlungseingänge kommt.